• silvia1479

Pflanze des Monats Januar 2021 - Federkohl


Brassica oleracea var. Sabellica L.

Federkohl, Grünkohl, Kale, Burenkohl, Curly Kale, Krauskohl, chou friese, cavolo riccio, Winterkohl, Strunkkohl..... So viele Namen für einen Kohl und doch ist es immer derselbe. Durch die vielen Vitamine, Mineralstoffe, Folsäure und Antioxidantien gilt er, als „Superfood“. Der Federkohl gehört zu den Gemüsen mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. Leicht gedünstet besitzt er die doppelte Menge Vitamin C wie die gleiche Menge frisch gepresster Orangensaft. Bei ihm handelt es sich um ein Gemüse aus der Gattung der Kreuzblütengewächse. Charakteristisch für diese Kohlart sind die krausen Blätter und ihr würziges, leicht süssliches Aroma. Federkohl ist ein typisches Wintergemüse, das lokal produziert und erst nach dem ersten Frost geerntet wird. Denn die Kälte entzieht dem Gemüse viele Bitterstoffe. Er wurde als einer der ersten Kohlsorten bereits sehr früh auf dem eurasischen Kontinent eingeführt. In der Schweiz ist er noch wenig bekannt, ausser im Dreiländerdreieck rund um Basel und hier im Vully wurde ich auch fündig. Dieser Kohl stammt wie alle kultivierten Kohlvarietäten vom Wildkohl ab. Der grüne Krauskohl wird seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und seit der römischen Zeit in Italien angebaut. Laut Kräuterbüchern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, wurde er auch in Deutschland schon verwendet. Ein typisches Gericht Nordwestdeutschlands ist „Kohl und Pinkel“ (Grünkohl mit einer geräucherten Grützwurst). In Hamburg isst man Grünkohl traditionell mit Kasseler, Kohlwurst oder grober Bratwurst und Bratkartoffeln. Wer es nicht so deftig mag kann ihn einfach im Salzwasser kochen und als Gemüsebeilage verwenden oder als Suppe. Ein einfaches Gericht ist der gedämpfte Grünkohl: Gerüsteter Grünkohl in einer Bratpfanne mit Öl, Zwiebeln und wenig Flüssigkeit (Bouillon oder Weisswein) so lange dämpfen, bis er den richtigen Biss aufweist. Das kann zwischen drei und sechs Minuten dauern. Man kann ihn auch im Ofen zubereiten und gratinieren. Es empfiehlt sich, ihn zuvor zwei bis drei Minuten zu blanchieren, bevor man ihn mit Käse und/oder mit einer Béchamelsauce in einer Gratinform in den Ofen schiebt. Wer kennt die angesagten Kale Chips? Sie sind ganz leicht gemacht, die rohen, gerüsteten Blätter in einer Schüssel mit Öl und Salz vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech auslegen. Die Backzeit beträgt ca. 20 Minuten bei 100`C. Der grüne Smoothie ist das Trendgetränk aus den USA, Grünkohl wird mit Äpfel, Banane und Zitronensaft zubereitet. Ein wahrer Powerdrink. Für den Smoothie Grünkohl und alle Zutaten waschen und die Banane schälen. Die Äpfel werden nicht geschält, sondern nur das Kerngehäuse entfernt, klein schneiden und in den Mixer geben und so lange mixen, bis eine cremige Masse entsteht. Den grünen Smoothie in Gläser füllen und nach Belieben mit Zitronenscheiben servieren. Im Salat macht er sich auch nicht schlecht, entweder gemischt mit anderen Salatsorten oder pur z.B. mit Äpfel und gerösteten Mandelblättchen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, probieren Sie es einfach aus.

Wer zu viel in seinem Garten hat, kann ihn problemlos einfrieren. Ich wünsche gutes Gelingen, stärken Sie ihr Immunsystem und alles Gute für das Jahr 2021!


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